Triplex1000

Tradition
Bei der Entscheidung zum Neubau oder zur Modernisierung einer Heizungsanlage rücken Bewertungen über deren Umweltverträglichkeit immer mehr in den Mittelpunkt aller Überlegungen. Das führt zu immer  komplizierter und teuerer werdenden Systemen. Wir haben uns die Aufgabe gestellt, Heizkessel auf dem Markt zu etablieren, die sowohl leistungsfähig und umweltverträglich arbeiten als auch anwenderfreundlich, langlebig und zuverlässig sind. Die vorhandene Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Heizkesseln ermöglicht es Produkte anzubieten, die den Anforderungen des rauhen skandinavischen Klimas gerecht werden 
und allen einschlägigen EG- und DIN-Normen sowie der BlmSch-Verordnung entsprechen

Gerätebeschreibung
Der TRIPLEX 1000 ist ein Doppelkessel und geeignet für folgende Brennstoffe:
    - Heizöl, Erdgas und Flüssiggas (mittels Gebläsebrenner)
    - Naturbelassenes stückiges Holz
    - BraunkohlenbrikettsDer Kessel besteht aus einer geschweißten 5tahlblechkonstruktion mit Wandstärken von 5 mm für die Brennkammern und 3 mm für die Kesselwandung.

Es gibt zwei voneinander getrennte Brennkammern und getrennte Rauchgaszüge,  die erst am Kesselstutzen zusammengeführt werden. Über ein spezielles Adapterstück erfolgt der Anschluss an die Rauchrohrleitung zum Schornstein. Die Verbrennung grfolgt über einen oberen Abbrand mittels Naturzug (ohne Gebläse).

Mittels eines Heizelements kann durch Elektroenergie warme erzeugt werden, es dient ebenso zur Absicherung Ihres Heizbetriebes (Zubehör). Ein Cu-Rippenrohrwärmetauscher sichert die hygienische Bereitstellung 
von warmem Wasser für Bäder und Küche.

Der Heizkessel ist allseitig mineralisch isoliert und besitzt eine einbrennlackierte Blechverkleidung. Die AbstrahlverlustQ sind gering, so dass ein zeitweises Abschalten des Heizkessels nicht mehr sinnvoll 
und unwirtschaftlich ist.

Alle zum Betrieb erforderlichen Anzeigegeräte und Regelthermostate sind betriebsfertig installiert. 6 Jahre Garantie für den Kesselheizkörper, einschließlich seiner Brennkammer, 2 Jahre auf alle übrigen Teile.

Die Heizkessel sind nach DIN EN 303-5 geprüft durch: TÜV Süddeutschland in München (Zertifikat: BAF-MUC 02 02 482327 002)DVGW in Bonn (Zertifikat: CE-0085BL0113)

Funktionsprinzip
Mittels Gebläsebrenner (Öl oder Gas) wird stets eine Sockeltemperatur von 60°C gehalten Parallel zum Brennerbetrieb kann in der 
Festbrennstoffstelle das Feuer entzündet und die Kesseltemperatur auf 95°C angehoben werden. Ein Abgastemperaturfühler schaltet beim 
Überschreiten einer vom Werk festgelegten Abgastemperatur den Brenner  elektrisch ab, bzw. bei erlöschendem Feuer erneut zu. Je nach Dauer des 
Festbrennstoffstellenbetriebes entsteht so eine Einsparung an Kosten für Öl/Gas.

Mit diesem Prinzip wird die ständige Bereitstellung von warmem Wasser und  Wärme erreicht. Ein Durchfahren des Taupunktes beim Brennerstart ist 
ausgeschlossen, ebenso jegliche Innenkorrosion. Der Heizkessel ist dadurch praktisch verschleißfrei und somit ein auf Langlebigkeit ausgelegtes 
Erzeugnis.

Eine witterungsgeführte Heizungsregelung mit einer Umwälzpumpe versorgt  den Heizkörperkreis oder die Fußbodenheizung mit der notwendigen Wärmemenge. Für den Doppelkessel wurde von der Firma Danfoss aus Dänemark eine spezielle Steuerung entwickelt. Sie bringt dem Betreiber mehr Sicherheit und eine optimale Funktion des Heizkessels. Empfohlene Steuerung: ECL Comfort E31

Ein groß dimensionierter Wärmetauscher im oberen Teil des Heizkessels übernimmt die hygienische Warmwasserbereitung für Bäder und Küche. 
Er sollte aber stets mit einem Brauchwassermischventil verbunden werden. 

Wichtig:

  • Die gesamte Heizungsanlage ist als geschlossenes System auszuführen
  • Der Anlagendruck ist damit auf 2 bar begrenzt
  • Als Sicherheitsventile dürfen nur solche mit Kennbuchstabe H eingesetzt werden
  • Thermische Ablaufsicherungen müssen der DIIM 3440 entsprechen
  • Der Fließdruck von 2 bar am Kaltwassereintritt muss dauerhaft gesichert sein

Der Einsatz eines Pufferspeichers ist wegen des großen Kesselwasserinhaltes nicht zwingend erforderlich. Er stellt aber eine erhebliche Verbesserung der 
Effektivität und des Komforts der Gesamtanlage dar 

Zum Lieferumfang gehören:

  • Rippenrohwärmetauscher
  • Abgastemperaturüberwachung
  • Thermometer für Kesselwassertemperatur
  • Manometer für Anlagendruck
  • Regelthermostat mit STB für Gebläsebrenner
  • Rauchgasadapter für einen Schornstein
  • Vierwegemischventil für Heizung
  • Feuerzugregler
  • Reinigungsset

Schornsteinanschluss und Schornsteindimensionierung

Der richtige Schornsteinanschluss und seine Dimensionierung sind wesentliche Voraussetzungen für den einwandfreien Betrieb des Heizkessels.

Der Durchmesser von 160 mm oder vergleichbare Querschnitte haben  sich in der Praxis als besonders günstig erwiesen.

Der Schornstein selbst muss stets ein feuchtunempfindliches Unterdrucksystem sein und den Forderungen der DIN EN 13384 genügen. Für seine Nachrechnung sind die benötigten Werte aus der Tabelle zu entnehmen. Dabei ist als erstes die Berechnung für den Brennstoff Holz auszuführen.

Die Rauchrohrleitung muss nach dem Kesselstutzen eine senkrechte  Anlaufstrecke von 0,5 - 1,0m haben und unter 45° in den Schornstein münden. Sie ist zu isolieren.

Befindet sich der Heizkesselstandort neben dem Schornstein,  ist die Rauchrohrleitung mit größt-möglicher Steigung (nicht waagerecht!) zu verlegen, ihre gestreckte Länge darf aber 20% der wirksamen Schornsteinhöhe nicht überschreiten.

Des Weiteren sind äußere Bedingungen, welche das Rechenprogramm nicht berücksichtigen kann, zu beachten:

  • Eventuelle starke Mulden- oder Hanglage des Hauses
  • Schornsteinmündung unterhalb der Firsthöhe und auf der Lee-Seite des Hauses (Nebengebäude)
  • Große Bauwerke oder Bepflanzungen in der unmittelbaren Umgebung und in Hauptwindrichtung, usw,

Der Einbau einer Nebenluftvorrichtung ist in jedem Fall vorteilhaft. 
Diese ist auf einen Förderdruck von 15 Pa einzustellen.

Nun kann mit dem für die Holzverbrennung festgelegten Durchmesser die Nachberechnung für den Brennstoff Öl/Gas vorgenommen werden. Hier müssen die Ergebnisauswertungen nur den Forderungen der din 4705 entsprechen.

Für Querschnittsanpassungen dürfen nur allgemein bauaufsichtlich zugelassene Abgassysteme, welche die Feststoffeignung nachweisen, Verwendung finden.

Zugelassene Brennstoffe

Naturbelassenes stückiges Holz mit einer Restfeuchte kleiner als 30% entsprechend DIN EN 303/5, Abs. la und Ib. Die Holzscheitlänge darf 500 mm nicht überschreiten, soll aber auch nicht kürzer sein, weil eine gleichmäßige Brennkammerfüllung Voraussetzung für eine optimale Verbrennung ist.


Die Holzscheite müssen gespalten (halbiert oder geviertelt) sein. Sie sollen ein Gewicht von 2 kg nicht wesentlich übersteigen.

Weitere Brennstoffe:

  • Holzbriketts
  • Braunkohlenbriketts
  • Braunkohle Heizöl EL nach DIN 51601
  • Teil 1 Erdgas H nach DVGW
  • Arbeitsblatt G 260/1 Flüssiggas

Anforderungen an den Aufstellraum

Es sind alle zutreffenden Bestimmungen der DIN, des DVGW-WHG (für Wasser und Abwasser), des DVGW-TRGI (für Gasanlagen), 
des DVGW-TRF (für Flüssiggas­anlagen) sowie der VDE (für Elektroinstallation) einzuhalten.

Der Heizkessel selbst ist waagerecht auf ebenem und befestigtem Boden aufzustellen. Ein Kesselpodest ist nicht zwingend erforderlich.

Zur sicheren Bedienung und Wartung muss ein Mindestabstand von 1 m zu Wänden und sonstigen Hindernissen vorhanden sein. Dieser darf an 
einer Seite des Heizkessels auf 0,25 m verringert werden. Die Mindestraumhöhe beträgt 1,85 m.

Zur Sicherstellung einer entsprechenden Verbrennungs­luftzufuhr ist der Heizraum mit einer Öffnung von 150 cm² zu versehen,  welche nicht absperrbar ist und ins Freie führt.

Zugelassene Gebläsebrenner

Für die Verbrennung von Heizöl, Erd- oder Flüssiggas sind nur Gebläsebrenner nach DIN EN 267 bzw. 676 zugelassen, welche die in 
der BImSch-V vorgeschriebe­nen Grenzwerte für NOx einhalten und hinsichtlich Leistung und Druck (0,4 mbar in der Brennkammer) zum 
Heizkessel passen.

Außerdem ist zu beachten:

  • Die Gebläsebrenner müssen das CE Zeichen und die Produktidentnummer aufweisen
  • Für Ölbrenner sind Düsen vom Typ 45°S zu verwenden
  • Der Flammenrohrdurchmesser muss < 90 mm betragen

Zur exakten Brennereinstellung muss die Rauchgasanalyse (CO2-Wert) und die Rußmessung in den Rauchgaszügen der Brennerseite erfolgen.

Elektroanschluss

Bezüglich des Elektroanschlusses sind die Bestimmungen des VDE einzuhalten. Die Arbeiten sind von einer zugelassenen Handwerksfirma auszuführen.